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LUPK: Wir investieren nachhaltig und verantwortungsbewusst

 

Nachhaltigkeitsprüfungen

CSSP/yourSRI, das Center for Social and Sustainable Products, ist ein unabhängiges Beratungs- und Forschungsunternehmen, das sich auf die Analyse und Bewertung von ESG-Kriterien (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) spezialisiert. CSSP/yourSRI hat für die LUPK bereits drei Portfolio-Prüfungen durchgeführt mit den folgenden Resultaten:

Im Jahr 2021 wurde die LUPK für die Nachhaltigkeit ihres Portfolios zertifiziert. Die Aktien und Unternehmensobligationen der LUPK weisen eine um 41 Prozent geringere CO2-Intensität (= CO2-Ausstoss in Tonnen pro Million Umsatz) auf als ihre marktüblichen Benchmarks. Das bestätigt CSSP/yourSRI im Rahmen der periodischen Prüfung der Wertschriftenanlagen der LUPK hinsichtlich Klima- und ESG-Gesichtspunkten.
Siehe dazu: Nachhaltigkeits-Zertifikat 2021 – CO2-Screening

Im Jahr 2020 freute sich die LUPK, dass sie von CSSP/yourSRI für eine überdurchschnittlich hohe ESG-Bewertung ihrer Wertschriftenanlagen zertifiziert wurde. Die Aktien- und Obligationenanlagen der LUPK weisen eine um 11 Prozent bessere ESG-Bewertung auf als die marktüblichen Referenzindizes. Das LUPK-Portfolio erzielt eine ESG-Bewertung von 7,0 (Rating A) auf einer Skala von 0 bis 10; dies gegenüber der marktüblichen Benchmark mit einer Bewertung von 6,3 (Rating A). Damit wurde der LUPK am 15. Juni 2020 bestätigt, dass die geprüften Anlagen nachhaltiger ausgerichtet sind als die Referenzindizes. 
Siehe dazu: Nachhaltigkeits-Zertifikat 2020 – ESG-Rating

 

Im Jahr 2019 hat bereits das erstmals durchgeführte CO2-Screening durch CSSP/yourSRI ergeben, dass die Aktien- und Obligationenanlagen der LUPK eine 30 Prozent geringere CO2-Intensität (= CO2-Ausstoss in Tonnen pro Million Umsatz) als die marktüblichen Referenzindizes ausweisen.
Siehe dazu: Nachhaltigkeits-Zertifikat 2019 – CO2-Screening

 

 

Anlagerichtlinien

 

Das Anlagereglement der LUPK sieht vor, dass nebst der Erzielung einer marktkonformen Rendite auch Gesichtspunkte der Nachhaltigkeit und Ethik zu berücksichtigen sind. Auch aus Risikoüberlegungen ist es sinnvoll, Nachhaltigkeitskriterien in den Anlageprozess zu integrieren. Als Grundlage der Nachhaltigkeitspolitik der LUPK dienen neben der Bundesverfassung die von der Schweiz unterschriebenen Konventionen, die sich weitgehend in den zehn Prinzipien des «UN Global Compact» wiederfinden.  

 

Die zehn Prinzipien des UN Global Compact 


Menschenrechte

1.       Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte unterstützen und
          achten und
2.       sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen mitschuldig machen.


Arbeitsnormen

3.       Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts
          auf Koll
ektivverhandlungen wahren, sowie für
4.       die Beseitigung aller Formen der Zwangs- und Pflichtarbeit,
5.       die Abschaffung der Kinderarbeit, und
6.       die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Beschäftigung eintreten.


Umweltschutz

7.       Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen einen präventiven Ansatz
          unterstützen,
8.       Initiativen ergreifen, um ein grösseres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu
          erzeugen, und
9.       die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien fördern.


Korruptionsbekämpfung

10.     Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschliesslich der
          Erpressung und d
er Bestechung.


Quelle: UN Global Compact

 

In den vergangenen Jahren hat die LUPK zahlreiche Anstrengungen unternommen, um die Nachhaltigkeit ihrer Anlagen zu erhöhen:

 

Ausschlusskriterien

 

Die LUPK verzichtet aus Nachhaltigkeitsgründen auf spezifische Rohstoffanlagen und tätigt keine Investitionen mit Anlagefokus Rüstung, Nuklearenergie, Gentechnologie, Pornographie, Glücksspiele und Tabak. Wir investieren weder direkt noch indirekt über Indexfonds in die vom Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) ausgeschlossenen Unternehmen, die in die Produktion kontroverser Waffen involviert sind. Die LUPK unterstützt auch die Initiative von Swiss Sustainable Finance (SSF), die von den globalen Indexanbietern verlangt, Unternehmen, die kontroverse Waffen herstellen, von Aktien- und Obligationenindizes auszuschliessen.

 

Ferner hat die LUPK im Jahr 2017 ihren Vermögensverwalter für die Anlageklasse «Obligationen Schwellenländer» (passive Anlagestrategie) erfolgreich dazu angehalten, diejenigen sechs Unternehmen mit der höchsten CO2-Intensität vom Anlageuniversum auszuschliessen.

 

Engagement und Dialog

 

Die LUPK ist bereits seit 2008 Mitglied des Ethos Engagement Pool Schweiz. Dieser steht im Namen der Mitglieder im Dialog mit den 150 grössten kotierten Schweizer Unternehmen und nimmt somit indirekt Einfluss auf ihre Geschäftspolitik. Per 1. Januar 2020 ist die LUPK dem Ethos Engagement Pool International beigetreten, um diesen Dialog auch mit ausländischen Unternehmen zu führen. Die Gesprächsthemen zu den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) werden von den Pool-Mitgliedern festgelegt. Ziel des Dialogs ist es, die Unternehmen für die angesprochenen Themen zu sensibilisieren und ihren Unternehmenswert langfristig zu steigern. Mit der Kollektivinitiative «Climate Action 100+» z.B., die die LUPK mitunterzeichnet hat, werden die grössten Treibhausgasemittenten aufgefordert, ihre Geschäftsaktivitäten klimafreundlicher auszurichten.

 

Die LUPK engagiert sich auch bei ihrem Indexanbieter für eine nachhaltigere Ausrichtung der Aktienindizes. So hat die LUPK bei ihrem Indexanbieter erfolgreich eingebracht, dass die ESG Leaders Indizes Klimarisiken ab Ende 2020 noch stärker berücksichtigen.

  

Integration der ESG-Kriterien

 

Die LUPK bevorzugt bei ihrer Anlagetätigkeit Partner, welche die «UN Principles for Responsible Investment» (Prinzipien für verantwortliches Investieren der Vereinten Nationen) unterzeichnet haben und sich somit verpflichten, als Kapitaleigner, Vermögensverwalter und Finanzdienstleister Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungsaspekte (ESG-Aspekte) in all ihren Aktivitäten zu beachten.

 

Bei direkten Immobilienanlagen streben wir bei Neubauten und bei Sanierungen eine ökologische Bauweise an. In Bezug auf die Wärmedämmung soll der Minergiestandard erreicht werden; die Wärmeenergie soll zu einem wesentlichen Teil aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Gemessen an seinem Marktwert erfüllt heute ein Drittel unseres Immobilienportfolios den Minergiestandard.


Aktien: Best-in-Class

 

Die LUPK verwaltet über 95 Prozent ihrer Auslandaktien nach Best-in-Class-Nachhaltigkeits-Ansätzen. Die Kernanlagen der Anlageklassen «Aktien Welt», «Aktien Nordamerika» und «Aktien Europa» entsprechen der Methodologie des MSCI ESG Leaders Index. Dadurch wird die CO2-Intensität in den entsprechenden Anlagen reduziert und ihr durchschnittliches ESG-Rating erhöht. Auch die Anlageklasse «Aktien Emerging Markets» wird unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien verwaltet, sodass im Durchschnitt die gemäss ESG-Kriterien 15 Prozent schlechtesten Firmen ausgeschlossen werden und die CO2-Intensität um durchschnittlich 30 Prozent gesenkt wird.

 
Infrastruktur: Erneuerbare Energien

 

Im Rahmen der Infrastrukturanlagen, die Teil der ergänzenden Anlagen der LUPK sind, investieren wir via Kollektivanlagen auch in die Produktion von erneuerbaren Energien (Windparks, Solaranlagen, Holzheizwerke, Wärmeverbunde und Wasserkraftwerke). Die LUPK leistet somit einen Beitrag zur Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und zur Verminderung von CO2-Emissionen. Zusammen mit vier Schweizer Pensionskassen tätigt die LUPK ab dem zweiten Quartal 2021 gemeinsame Anlagen in die Infrastruktur für erneuerbare Energien in der Schweiz und in Europa. Damit leistet die LUPK einen wichtigen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstosses. 

Siehe dazu: Medienmitteilung APK-BVK-LUPK-MPK-PKSO 17. März 2021.pdf

SRF Regionaljournal Zentralschweiz 17. März 2021: 
https://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=fe098739-31a9-4e3b-94bc-544ce36c0d59

 

Überprüfung Portfolio

 

Die im Januar 2019 und im Juni 2020 durchgeführten Portfolioüberprüfungen durch CSSP/yourSRI haben aufgezeigt, dass die Obligationen- und Aktienanlagen der LUPK bezüglich Nachhaltigkeit und CO2-Intensität besser abschneiden als die Vergleichsindizes. Die LUPK wird ihr Portfolio auch in Zukunft regelmässig von unabhängiger Seite auf Nachhaltigkeit und CO2-Intensität analysieren lassen.

 

Klimastrategie

Die LUPK nimmt ihre treuhänderische Sorgfaltspflicht wahr und berücksichtigt in ihrer Anlagestrategie sämtliche Portfoliorisiken – auch die Klimarisiken, die Teil der ökonomischen Risiken sind. Wir haben deshalb per 1. Januar 2020 unsere Klimastrategie ins Anlagereglement aufgenommen. Um die Finanz- und Reputationsrisiken zu reduzieren und einen Beitrag zu einer CO2-ärmeren Wirtschaft zu leisten, legen wir Wert darauf, unser Portfolio hinsichtlich CO2-Intensität emissionsärmer als die vergleichbaren Standardindizes aufzustellen. Zusätzlich hat die LUPK beschlossen, die CO2-Intensität ihrer Anlagen mit mehreren Massnahmen noch weiter zu reduzieren.

 

Die vollständige Beschreibung unserer Klimastrategie finden Sie im Anlagereglement der LUPK (Seiten 3-4).

 

Weiterentwicklung Nachhaltigkeit

  

Als Mitglied des Schweizer Verbands Swiss Sustainable Finance (SSF) verfolgen wir die Entwicklung in Sachen Nachhaltigkeit genau, leiten Handlungsbedarf ab und implementieren die für die LUPK geeigneten Massnahmen. So hat die LUPK auch für das laufende Geschäftsjahr mehrere Massnahmen definiert, um die Nachhaltigkeit im Portfolio kontinuierlich auszubauen. Dazu gehört z.B. die Erarbeitung einer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie für unsere direkten Immobilienanlagen sowie für die Schwellenlandobligationen.

 

 

 

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